Top-Five

Dub

Sonntag, 21. März 2010, 14:35 Uhr. Stichwörter: , , ,

So, öfter mal was Neues: Heute gibt's die aktuelle “Top Five” aus Dubhead's Plattenkiste. Das Ganze werden wir versuchen jetzt in regelmässigen Abständen einzustreuen, sozusagen als Anspieltipps und geistige Anregung. Und das Schöne dabei ist, dass jeder seine ganz persönlichen Favoriten hat. Ihr seid also wie immer dazu aufgerufen, euch zu beteiligen und uns eure Sicht der Dinge mitzuteilen.

Ich starte die Rubrik “Top Five” mit dem Thema “Dub”. Eine Reihenfolge nach dem Schema Platz 1 bis 5 festzulegen, verbietet sich von selbst. Alle Songs stehen für sich und sind zeitlose Dauerbrenner. Als da wären:

The Wackies Rhythm Force - Addis Ababa Dub:

Auweia, was für 'ne Bombe! Gezündet auf dem “African Roots Act 1” Album von Lloyd “Bullwackie” Barnes Hausband, lässt der düstere Track keine Fragen offen in Sachen Sechs- und Achtspur-Mixtechniken. Und die Stimmung, die da so bedrohlich aus den Boxen rauscht, lässt mich an eine Gothic-Variante aus der Bronx denken.

Tommy McCook – Revenge:

Revenge” ist eigentlich kein Dub, sondern eine instrumentale Version auf Yabby You's “Jah Vengeance”-Tune. Macht aber nix, Dub und Instrumental Version gehen manchmal Hand in Hand und im Ergebnis sind eben beide Varianten, so what? Findet sich unter anderem auf dem göttlichen Sampler von Blood And Fire Records “Yabby You - Jesus Dread 1972-1977”.

King General & Bush Chemists - Money Run Tings:

Wir springen weit in die Zukunft, zumindest ausgehend von den beiden bisher genannten Roots-Dub Tracks. King General mit Englands Speerspitze in Sachen UK-Dub der Neunziger, den Bush Chemists. Feinster Gesang (was 'ne Stimme!) und moderne “rootsige” Dub Beats aus dem Computer. All time favourite!

Brain Damage - Cube Dub:

Gaaaaanz üblesTeil – laut gehört auf dem richtigen Sound System, haut dir das die Eingeweide raus. Die Synapsen in dem Teil deines Körpers, der sich vor dem Hören der 4:39 Minuten “Gehirn” nannte, befinden sich in einem nicht mehr definierbaren Zustand. Hört sich nach einem Massaker an und das ist es auch: Die Franzosen, um Gruppen wie Zenzile, High Tone oder eben auch Brain Damage, machten es in den Neunzigern vor wie Dub sich in Soundderivate aufspalten kann, die abseits von jamaikanischen Trampelfaden ganz anders klingen können, aber eben auch ihre Ursprünge im karibischen Dub haben. Eben Geschriebenes kann bei weitem nicht beschreiben, was Brain Damage in meinem Hirn veranstalten, wenn ich ihr “Ashes To Ashes - Dub To Dub” Album höre, deshalb...

International Observer - Lampedusa:

International Observer haben mich mit ihrem 2009er Album “Felt” positiv überrascht. In letzter Zeit fehlten mir im Bereich Nu-Dub und Co ein wenig die Ideen und Überraschungen. Gut dass “International Observer” dem Negativ-Trend der letzten 2-3 Jahre was entgegen zu setzen haben, und das dazu sehr relaxed.

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